Erntedankfest Lichtenberg

Tradition trifft Moderne

 

Erntedankfest Lichtenberg

Samstag: Bayrischer Abend

 

Erntedankfest Lichtenberg

Sonntagmorgen: Festgottesdienst in der Kirche

 

Erntedankfest Lichtenberg

Sonntag: Lichtenberger Bauernmarkt

 

Erntedankfest Lichtenberg

Sonntagnachmittag: Grosser Festumzug

 

Erntedankfest Lichtenberg

Montag: Frühschoppen

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AKTUELLES

Party. Messe. Festumzug. Bauernmarkt.

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PROGRAMM

Samstag – 07.09.2019

Bayrischer Abend
19:00 Uhr – Lichtenberger Musikanten
21:00 Uhr – Die Stockhiatla

Sonntag – 08.09.2019

09:30 Uhr – Festgottesdienst in der Kirche in Lichtenberg
11:00 bis 18:00 Uhr – Lichtenberger Bauernmarkt
14:30 Uhr  – Festumzug, anschließend Livemusik

Montag – 09.09.2019

Frühschoppen
ab 10:30 Uhr – mit dem Musikverein und dem Regenbogenexpress der BWO

DIE STOCKHIATLA

Live-Musik, die begeistert!

Kein ruhiges Sitzenbleiben gibt es, wenn DIE STOCKHIATLA, als eine der attraktivsten Unterhaltungsbands aus Österreich, das Stimmungsbarometer zum Überkochen bringen.

Durch unglaubliche Intuition & Professionalität wird eine Show von atemberaubender Volksmusik bis hin zum angesagtesten Chartbreaker geboten. Erleben Sie DAS Motto der Band:  FEEL THE ENERGY!!! Und überzeugen Sie sich selbst… mehr geht nicht!

Die Trophäen der Wiener Wiesn oder Oberkrainer Awards wurden bereits erobert. Neben zahlreichen Auftritten im europäischen Raum haben Die Stockhiatla auch eine erfolgreiche Chinatournee absolviert.

Spüren auch Sie die maßlose Energie von junger & musikalischer Leidenschaft!

Bauernmarkt in Lichtenberg

Nach dem großen Erfolg im Vorjahr, wird das Programm des Bauernmarktes 2019 noch attraktiver. Über 60 Aussteller präsentieren sich am Sonntag, den 08. September ab 11:00 Uhr auf dem Festplatz und der Aktionswiese. Damit konnte die Anzahl der Aussteller verdoppelt werden. Von A wie Alpaka bis Z wie Ziegenkäse – wird für jeden von Jung bis Alt etwas ansprechendes dabei sein, getrau dem Motto „Aus der Region, für die Region“.

Neben Handwerkern und Künstlern, die ihr Können zeigen und die Gäste zum Mitmachen auffordern, wird es viele Tiere auf dem Festplatz in Lichtenberg geben. Dazu gehören Hühner, Rinder, Greifvögel, Schafe, Ponys, Kaninchen und Alpakas – pralles Landleben in Lichtenberg. Die rollende Waldschule und das Regionalforstamt werden sich präsentieren, und die Pfadfindergruppe „Die Nebelkrähen“ kommt mitsamt Jurte und bietet Stockbrot am Lagerfeuer an. Auch Käse, Honig, Marmelade, Wurst, Kräuter, Öle und Bio-Wein werden nicht fehlen. Die Besucher können an der Apfelsaftpresse selbst hergestellten Apfelsaft probieren, beim Wolle spinnen, filzen, dengeln oder töpfern zuschauen oder sich einfach nur treiben und inspirieren lassen. Dabei besteht auch die Möglichkeit wieder eigene Äpfel anzuliefern und pressen zu lassen.

Teilnehmerliste

Thema Wer Stand-Nr:
Hirtenstühle Nebelkrähen 0
Bäckerei Karl Wintz 1
Verkaufsstand Saft Junge Westerwald 2
Apfelsaftpresse Junge Westerwald 3
Obstbauer Appelhof Siegtal 4
Spinnrad Katja Bönninghausen 6
Drechsler Christof Bönninghausen 7
Imker Lukas Hombach 8
Metzgerei Benderscheid 9
Schmiede Axel Schuh 10
Korbflechter Weber 11
Holzschnitzer Jürgen Bender 12
Winzer Daniel Schmitt Mettenheim 13
Käserei Jules Käsekiste 14
Holzfiguren Baldur Lang 15
Gemüse Peter Schneider 16
Töpfern Herbstblumen Weschenbach 17
Öl und Essig Bajokabus Olivenöl Rolf Bell 18
Holzdeko klein Sabine Schulenburg 19
Steinmetz Weidenbrücher 20
Salz fleur de Sel sellavie 21
Glasgravuren Laubsäge Sonja Wunderlich 22
Wollmützen Heidi 23
Leinenwäsche Frau Backsmeier 24
Natur Art Frau Giels-Bull 25
Imker Fr. Collard 26
Stickerei Leder Heike Ley 27
Geschenke Typischwendsch.de Rita Schönauer 28
Felle Susanne Hiegemann 29
Modeschmuck Frau Meise 30
Holzutensilien Werner König 31
Nähideen Katoni Melanie Schulenburg 32
Schmuckschmiede Walburga Heidemann 33
plus Drehorgel Harald Heidemann 33
alte Bauernsachen Christa Seinsche 34
Vogelhäuser Bender 35
Falken, Uhu, Bussard Robert Schmitz 36
Alpakas Alpakahof Faber 37
Alpaka Produkte 38
Kaninchenverein Waldbröl R. Altendorf Waldbröl 39
Forstausstellung Regionalforstamt Gummersbach 40
Jagd und Wald Rollende Waldschule 43
Dengler Hartmut Winkels 44
Reiserbesen binden Hartmut Winkels 44
Schottische Hochlandrinder Niklas Kappenstein 45
Hühnermobil Niklas Kappenstein 46
Schafe Uwe Plötz Odendspiel 47
Ponys Schneider Schalenbach 48
Feilen und Raspelmacher Jörg Brach 49
Webstuhl Nigg 50
Hofladen Matildenhof Berghausen 51
Gewürze Fr. Kirchenbichler 52
Ton in ton Frau Lekebusch 53
Kürbisse Alfred Otte 55
Naturschmuck Rode-Busch Waldbröl 56
Wolle Frau Schlessiger 57
Schmuck Daniele Ranke 58
Filzerin Bine Gräger 59
Holzgravuren Frau Joost 60
Liköre Dorfgemeinschaft 62
Bärlauchbauer Der Bärlauchbauer 63
Seife Cornelia Grünheid 64
Fotostand Alexandra Nitsch 65
Gaukler für Kinder Kasper Karsten Söhnchen
Aktionswiese

HISTORIE

Die Geschichte des Erntedankfestes in Lichtenberg

Nach den Wirren des ersten Weltkrieges und der darauf folgenden Inflation begann der Ort Lichtenberg mit seinen damals 42 meist auch landwirtschaftlich genutzten Häusern und rund 250 Einwohnern, sich neu zu organisieren.
Lichtenberg erhielt 1921 „eine Telegraphenanstalt mit öffentlicher Fernsprechzelle“, hatte eine zentrale Wasserversorgung, eine Volksschule und eine katholische Kirche, einen Laden und zwei Gastwirtschaften. Nach mehreren größeren Schadenfeuern wurde 1925 die Freiwillige Feuerwehr Lichtenberg gegründet. Für deren Ausrüstungsgegenstände und Uniformen standen damals seitens der Gemeinde keine Mittel zur Verfügung, so dass diese aus Spenden, Krediten und Festerlösen nach und nach angeschafft werden mussten.

historie-wie-alles-begann-file040Am 06. Oktober 1932 richtete die Feuerwehr Lichtenberg einen Antrag an den damaligen Bürgermeister der Gemeinde Morsbach und führte aus, „dass auf den Ausrüstungen der Feuerwehr Lichtenberg noch Schulden ruhen. Um diese zu tilgen, beabsichtigt die Wehr am Sonntag, den 16. Oktober ein Fest zu veranstalten. Um nun einen Gewinn zu garantieren, ist es sehnlicher Wunsch, dieses Fest als Volksfest (Erntedankfest) zu begehen. So hat sich nun die ganze Bevölkerung bereit gestellt, mit allen Kräften mit zum Gelingen des Festes beizutragen, zumal ja auch die Feuerwehr Hüter des Erntesegens ist. Nur eine fahle Belustigung zu begehen ist keinesfalls Absicht der Bewohner. Hauptzweck ist, das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Alt und Jung zu pflegen, und so in Einigkeit aller Vereine die Feuerwehr möglichst bald schuldenfrei zu wissen.“

Dies ist die erste nachweisliche Erwähnung des Lichtenberger Erntedankfestes. Zwar ist die Feuerwehr heute nicht mehr Veranstalter des Festes, aber die Motivation der Gründer, ein Fest für Jung und Alt in Einigkeit aller Vereine zu feiern, ist nach wie vor aktuell.
In der Chronik der Schule Lichtenberg steht unter dem 16. Oktober 1932:
„Zum ersten Male hielt der Bezirk ein Erntedankfest. Morgens war die kirchliche Feier und Ehrung der Gefallenen am Kriegerdenkmal. Um 4.00 Uhr (16.00Uhr) ging der historische Festzug mit folgender Ordnung: An der Spitze der Herold und drei Berittene, acht bunt gekleidete Schnitterinnen, die Bauernkapelle, dahinter wurde der Erntekranz getragen. Nun folgten die Wagen. Als erster eine altertümliche Schlagkarre mit Korn beladen, dann der Flegeldrusch. Auf dem nächsten Wagen wurde eine Handdreschmaschine vorgeführt. Die folgenden Wagen stellten die Schwing- und Spinnhost dar, also Schwingstock und Spinnrad. Die Schule hatte einen sinnreichen Wagen gebaut: In der Mitte ein mächtiger Fliegenpilz, an dessen Stiel drei Zwerge ihr neckisches Spiel treiben. Die ganze Umgebung waren lauter Champignons, dargestellt von kleinen, weißgekleideten Mädchen mit Hauben. historie-wie-alles-begann-file042Von der anschließenden Saalfeier wäre noch hervorzuheben: Der Erntereigen und die Festrede des Herrn Bürgermeisters Dr. Hammes, in dessen Ausführungen sich immer wieder der Heimatgedanke scharf ausprägte.“

Im folgenden Jahr 1933 kommt Hitler „an die Macht“. Die Nationalsozialisten nahmen auch Einfluss auf das Erntedankfest, das jetzt zentral, d.h. im Hauptort der Gemeinde Morsbach mit einer Schlusskundgebung der NSDAP auf dem Sportplatz in der Wisseraue gefeiert werden musste. Die Außenorte hatten für den Erntezug einen Wagen und/oder eine Gruppe zu stellen. Der Beginn des 2. Weltkrieges am 1. September 1939 beendete vorläufig auch die Erntedankfeiern.

historie-nach-dem-krieg-010Nach Kriegsende 1945 war an Feste feiern nicht zu denken. In den Nachkriegsjahren ließen das die schlechte Versorgungslage, die Besatzung und die Geldentwertung nicht zu. Lichtenberg hatte auch schwer unter Kriegsschäden gelitten. Als 1948 durch die Währungsreform die Deutsche Mark die Reichsmark ablöste, gab es bald wieder alles zu kaufen. Das war wohl auch ein Anstoß, das Erntedankfest 1949 wieder zu feiern. Nach dem morgendlichen Festgottesdienst ging am Nachmittag ein Erntezug mit von Lichtenberg und den „Höfen“, wie die Lichtenberger Außenorte genannt wurden, geschmückten Wagen durch die Dorfstraßen. Angeführt von zwei berittenen Herolden und der Feuerwehrkapelle Wendershagen zog man zum Sportplatz auf dem „Epel“, wo sich wenige Jahre später die Firma Brocke ansiedelte. Dort gab es Konzert- und Gesangsvorträge sowie eine Kinderbelustigung.

In den folgenden Jahren fanden die Erntedankfeste immer im Oktober statt. Sie begannen mit dem Festgottesdienst und der Ehrung der Gefallenen und Verstorbenen am Sonntagvormittag, am Sonntagnachmittag ging der Erntezug. Im Anschluss daran waren die Erntefeiern mit Verlosung auf dem Schulhof, am Sonntagabend klang das Fest mit Tanz in den beiden Dorfgaststätten aus.
1959 fiel das Erntedankfest einmalig wegen der Einweihung der neuen Kirche am 10. Und 11. Oktober aus.

historie-bis-heute-020Seit 1961 feiern wir unser Erntedankfest in einem Festzelt am Wochenende des 2. Sonntags im September, und zwar von Samstag bis Montag. Zunächst hatte das Zelt seinen Standort an der Dreschhalle. historie-bis-heute-010Mit dem Bau des Feuerwehrgerätehauses dort wechselte 1975 der Platz des Festzeltes und der mittlerweile dazugehörigen Kirmes auf die andere Seite der Industriestraße auf den heutigen Bolz – und Festplatz. Die Festabfolge wurde mehrfach geändert. Viele Jahre lang gab es samstags einen Festkommers mit zahlreichen Rede- und Musikbeiträgen. Feste Bestandteile des Erntedankfestes blieben aber stets die Ehrung der Gefallenen und Verstorbenen, ein Festgottesdienst sowie der Erntezug durch die Straßen von Lichtenberg.

Nach dem Fest 2014, wurde festgestellt, dass die Besucherzahlen seit Jahren rückläufig waren. Für das Jahr 2015 wagte man nochmal einige Veränderung, was sich insbesondere an der Gestaltung des Samstagabends widerspiegelte. Das Der Mut sollte belohnte werden, da direkt im ersten Jahr des Bayrischen Abends das Festzelt restlos ausverkauft war.

Trägerin des Festes ist die katholische Kirchengemeinde Lichtenberg. Organisiert wird das Erntedankfest von einem Festausschuss, in dem sich Vertreter der Lichtenberger Gruppierungen und Vereine sowie der umliegenden Orte getreu dem Geist der Festbegründer zusammenfinden.

BILDER

Schauen Sie sich die kompletten Bilder der Jahre von 1935 bis heute an